Themenseite: Berufsunfähigkeitsversicherung-unangenehmer Gedanke, aber leider notwendig!

Berufsunfähigkeitsversicherungen – ein wichtiger Schutz für Heilpraktiker


Es gibt eine Regel bei Berufsunfähigkeitsversicherungen und die gilt für alle gleichermaßen:

Je jünger, umso gesünder, umso leichter versichert!!!

Das gilt für Selbständige und Angestellte, für Beamte und Handwerker, für Akademiker und Werktätige – ganz egal welchen Beruf man versichern möchte, dies gilt für alle!
Als Heilpraktiker ist das Problem nicht unbekannt. Man ist mit den Gebrechen der Menschen vertraut, sie gehören zum täglichen Broterwerb. Wer also diesen Versicherungsschutz, der tatsächlich für viele zu den wichtigen und elementaren gehört, noch nicht hat, der sollte einen Abschluss nicht mehr auf die lange Bank schieben.

Folgende Punkte sind zu beachten:

  • Wie hoch muss ich mich versichern?
  • Was ist insbesondere für selbständig Tätige zu beachten?
  • Welche Punkte sollte ein guter Tarif auf jeden Fall enthalten?

Die Versorgungslücke muss ermittelt werden

Der Versicherungsschutz einer Berufsunfähigkeitsversicherung ist unter anderem in unserer Gesellschaft deshalb so wichtig geworden, weil das Leben, wie es geführt wird, vom Erwerbseinkommen abhängt. Fällt dieses weg bedeutet das für die meisten den sozialen Abstieg.
Der Staat ist nur ein Notnagel, seine Aufgabe ist es nicht, einen gehobenen Lebensstandard zu gewähren. Wer also im Falle einer Erkrankung oder eines Unfalles nicht mehr fähig ist, für sein Erwerbseinkommen selbst zu sorgen, braucht eine andere Finanzquelle. Hier springt dann eine Berufsunfähigkeitsversicherung ein.

Da dieser Versicherungsschutz jedoch nicht günstig ist (bzw. sein kann – im Versicherungsfall muss der Versicherer hohe Summen leisten), sollte man wirklich nur so viel absichern, wie sein muss.
Ein Versicherungsberater oder Makler (unabhängige Beratung! – Versicherungsvertreter oder Mehrfachagenten eher nicht) hilft bei der Berechnung, welche Versorgungslücke tatsächlich abzusichern ist.
Zudem verändert sich die Versorgungslücke im Laufe der Zeit und auch das ist in die Berechnung einzubeziehen.

Die Höhe der zu zahlenden Prämien ist zudem abhängig von der Versicherungsdauer. Je länger diese läuft, umso teurer ist der Versicherungsschutz. Somit sollte in die Berechnung der Versorgungslücke auch unbedingt mit einfließen, ab wann man ohne eine Berufsunfähigkeitsrente auskommen würde, weil dann die Altersrente greift.

Achtung!
Häufig wird in diesem Zusammenhang eine Rentenversicherung mit Berufsunfähigkeitszusatzversicherung angeboten, damit beides gesichert ist. Bei diesen Produkten sollte man aber folgendes bedenken: Kommt es mal zu Zahlungsschwierigkeiten, ist es i.d.R. nicht möglich nur die Berufsunfähigkeitsversicherung gesondert weiter laufen zu lassen.
Es kann also passieren, dass man dann das gesamte Versicherungsprodukt beitragsfrei stellen lassen muss. Eine erneute Altersvorsorge kann man später neu starten, eine Berufsunfähigkeitsversicherung bekommt man aber im fortgeschrittenen Alter ggf. nur noch eingeschränkt oder sogar gar nicht mehr.
Es wird aus diesem Grunde auch stets von den Verbraucherzentralen empfohlen, Versicherungsschutz und Sparanlagen zu trennen.

Die Berufsgruppenzuordnung beeinflusst die Höhe der Beiträge

Es gibt Berufe, die bergen ein höheres Risiko mal berufsunfähig zu werden als andere. Je höher das Risiko, umso teurer die Beiträge.

Es ist allerdings so, dass die unterschiedlichen Versicherungsunternehmen das Risiko zum Teil unterschiedlich einstufen.
So kann es sein, dass der Beruf Heilpraktiker bei einem Versicherer in der Risikogruppe 2 liegt, bei einem anderen in der teureren Risikogruppe 3. Wenn die Tarife vergleichbar gut sind, ist das ein Entscheidungskriterium.
Das ist mit ein Grund, warum man stets nur einen Berater aufsuchen sollte, der aus allen Tarifen den Richtigen auswählen kann.

Selbständige erhalten keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, auch kein Krankengeld

Als Heilpraktiker arbeiten bedeutet sicher für die meisten selbständig tätig sein.
Da bei Selbständigen bereits eine Erkrankung von ein paar Wochen ein finanzielles Problem darstellen kann, sind viele mit einer privaten Krankentagegeldversicherung (ggf. als Teil der privaten Krankenvollversicherung) gegen dieses Risiko abgesichert.

Hier kann es theoretisch zu der Situation kommen, dass sich die Versicherungen uneinig sind, wer leisten muss. Der Krankenversicherer sagt nach längerer Erkrankung, dass er nicht mehr leisten will, weil es sich inzwischen um eine Berufsunfähigkeit handelt.
Der BU-Versicherer sagt aber, das ist ganz und gar nicht der Fall und es wäre weiterhin der Krankenversicherer leistungspflichtig. Das Ergebnis für den Versicherten – er bekommt weder von der einen, noch von der anderen Seite Geld.

Aus diesem Grund kann es für Selbständige durchaus überlegenswert sein, die Berufsunfähigkeitsversicherung bei dem Versicherer abzuschließen, der auch den Krankenversicherungsschutz gewährt. Dabei sollte vertraglich fixiert werden, dass im Falle einer längeren Erkrankung entweder der eine oder der andere leisten muss.

Die Tarifbedingungen dürfen nicht „verklauselt“ sein

Es gibt viele Geschichten, zum Teil die reinsten Horrorgeschichten, über Versicherte, die sich in Not befinden und kein Geld von der Versicherung erhalten.

Häufig ist die Ursache dafür, dass die Versicherten überhaupt nicht wussten, was sie genau abgeschlossen haben, wann also eine Versicherung leistet und wann eben nicht. Gute Beratung ist somit wichtig, damit man auch vorab weiß, wo ggf. eine Versicherung eine Klausel in den Bedingungen eingebaut hat, die ggf. zur Leistungsfreiheit führen kann.

Folgende Punkte sollten auf jeden Fall in der Beratung erfasst werden:

  • Prognosezeitraum (am besten sollte dieser nicht länger als 6 Monate betragen); dieser ist in der Definition der Berufsunfähigkeit enthalten. Dort sollte auch stehen, dass immer der zuletzt ausgeübte Beruf versichert ist.
  • Hat der Versicherer irgendwelche Verweisungsmöglichkeiten? (Es sollte nur die Möglichkeit einer konkreten Verweisung gegeben sein, also auf eine konkret bereits neu ausgeübte Tätigkeit, die den Erwerb sichert; der Versicherer sollte keine Möglichkeit einer abstrakten Verweisung haben; weder nach einen Berufswechsel noch im Nachprüfverfahren noch sonstwie! Geklärt sollte auch werden, wie es mit Zusatzverdienst im Falle der Berufsunfähigkeit genau aussieht.)
  • Wer häufig im Ausland ist und vielleicht sogar mal im Ausland tätig sein möchte, sollte unbedingt darauf achten, was dann im Falle einer Berufsunfähigkeit von Versicherungsnehmer alles verlangt werden darf (z.B. Untersuchungen in Deutschland, Übersetzungs- und Reisekosten etc.);
  • Als Selbständiger hat man ggf. einfach eher mal das Problem, dass kurzfristige Zahlungsschwierigkeiten zu überbrücken sind; es gilt vorab zu klären, welche Möglichkeiten der Tarif hier bietet.

Bei der Suche nach der richtigen Zahnzusatzversicherung kann ein Online-Vergleich weiterhelfen. Schnell und einfach können hier die Tarife berechnet und die einzelnen Leistungen der Versicherungen miteinander verglichen werden.

Bitte beachten Sie: Heilpraktiker-leitfaden.info stellt nur Informationen zur Verfügung. Trotz gewissenhafter Recherche können wir für diese allerdings keine Haftung übernehmen. Wir verlinken zur Erstellung von Angeboten auf Spezialportalen. SIe verlassen damit heilpraktiker-leitfaden.info. Mit diesen Portalen und mit einer evtl abgeschlossenen Versicherung haben wir nichts mehr zu tun.

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