Ganz grob kann man zwischen
zwei Wegen unterscheiden:
1. Schwerpunktmäßige Trennung zwischen Schulmedizin
und Naturheilkunde. Der Fokus liegt dabei zunächst
Mal auf die Vorbereitung auf die Amtsarztprüfung,
also auf der Schulmedizin. Dafür spricht, dass
schulmedizinisch Konzepte mit Ansätzen der Naturheilkunde
oft im Widerspruch stehen, und dies bei Verwechslungen
in der Amtsarztprüfung auch mal ins Auge gehen
kann.
2. Parallel-Unterricht von Schulmedizin und Naturheilkunde.
Dies entspricht meist Ausbildungstypen, die auf Vollzeit
ausgerichtet sind. Wer seine gesamte Zeit und Energie
in die Ausbildung steckt, der kann natürlich eher
parallel eine der großen naturheilkundlichen Ausbildungen
verstehen und anwenden lernen. Der Vorteil hierbei ist,
dass man mit bestandener Heilpraktiker-Prüfung
bereits fundierte Grundkenntnisse der Alternativ-Medizin
besitzt.
Für all diejenigen, die die HP Ausbildung „Teilzeit“
neben Beruf oder Kindern anstreben, sollten sich nicht
zu viel aufladen: die Schulmedizin erfordert bereits
ein hohes Maß an Fleiß und Zeit und Nerven.
Nichts spricht jedoch gegen kürzer gehaltene Einführungskurse
in den verschiedenen Disziplinen, die zeitlich überschaubar
oder praktischer Natur sind, wie z.B. Ohrakupunktur,
Massagetechniken wie Shiatsu, Japanisches Heilströmen,
etc.
Wählen Sie einen Kurstyp,
der Ihrem Zeitplan entspricht:
Sei es über
- Fernlerngänge
- Wochenendkurse
- Tagesschulen
- Abendschulen
Oder per
- Video und CD-Lehrgänge inklusive
umfassende didaktische Literatur
(es gibt für fast jeden Bedarf ein Angebot!)
Was Sie jedoch immer
und unbedingt einplanen sollten ist die Zeit zum lernen!
Die Zeit, die Sie in der Schule verbringen, brauchen
Sie in der Regel noch einmal zuhause zum Nach- und Vorbereiten.
Sollten Sie also eine Schule wählen, die 5x vormittags
stattfindet, handelt es sich bei diesem Ausbildungstyp
genau genommen um ein Vollzeitstudium. Plant man diese
„Lernzeit“ nicht ein, ist man schnell frustriert
. Wer noch regelmäßig arbeitet, oder Kinder
hat, ist also besser mit einem Kurstyp bedient, der
die Hälfte der Zeit beansprucht, wie z.B. eine
Abendschule, die zweimal in der Woche stattfindet. Unter
Umständen dauert eine fundierte Ausbildung auf
so einem Wege zwar länger, die Wahrscheinlichkeit
jedoch, dass Sie motiviert und zufrieden durch diese
„Lehr-Jahre“ kommen, ist aber höher.
Sie können sich bei
der Wahl ihrer Ausbildung ganz nach Ihrem Geldbeutel
richten.
Fix sind lediglich die Anmeldegebühren
zur Amtsarztprüfung, aber auch die variieren je
nach Bundesland. Sie müssen also mit folgenden
Ausgaben rechnen:
- Anmeldegebühr zur Amtsarztprüfung
(variiert je nach Bundesland zwischen 300 und 500
€ pro Anmeldung)
- Schulgebühren sind variabel
je nach Ausbildungsintensität zwischen 300 und
5000 € insgesamt. Fast alle Schulen bieten monatliche
Zahlungen an.
- Die Ausgaben für Bücher
sind je nach Ausbildung und Wissensdurst unterschiedlich.
Aber Vorsicht vor Kaufrausch! Ein paar Standardwerke
reichen völlig für den Anfang! Sehen Sie
hierzu auch unsere Bücherliste. In jedem Fall
ist es günstig, sich von der Schule Ihrer Wahl
beraten zu lassen. Zu Beginn der Ausbildung werden
grundsätzlich auch Bücherlisten mit den
wichtigsten Werken ausgegeben.
Rein rechtlich ist der Besuch einer
Schule NICHT zwingend. Verfügen Sie bereits über
eine schulmedizinische Vorbildung, könnten Sie
sich auch eigenständig auf die Heilpraktiker-Prüfung
vorbereiten. Für schulmedizinische Laien ist es
jedoch erfahrungsgemäß sinnvoller, sich von
entsprechend ausgebildeten Lehrpersonal in die Welt
der Schulmedizin einführen zu lassen. Die Durchfallquoten
zeigen immer wieder, dass vorrangig die Kandidaten durchfallen,
die keine Schule besucht haben.
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