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ABfH, Berlin

1. Bitte geben Sie uns eine Kurzvorstellung. Wer sind Sie? Wie heisst Ihre Ausbildungsstätte? (Die, die SIe betreiben oder die an der Sie gelernt haben)



Die ABfH wurde 1987 in Berlin gegründet und bietet durch eine über 20-jährige Erfahrung in der Ausbildung von Heilpraktikern einen hohen Qualitätsstandard. So ist die ABfH ISO-zertifiziert und als Weiterbildungsmaßnahme und Bildungsurlaub anerkannt. Als Kooperationsschule des Bund Deutscher Heilpraktiker (BDH) sichert die ABfH Schulabgängern eine Betreuung für die Zeit zwischen Abschluss der Ausbildung und Gründung der eigenen Praxis.

Die Kurse Akupunktur, Ohrakupunktur und Injektionen/Infusionen unterliegen hohen Qualitätsstandards und sind nach den Ausbildungsrichtlinien des DDH (Dachverband Deutscher Heilpraktikerverbände e. V.) zertifiziert.

Die Ausbildung in Homöopathie unterliegt den Ausbildungsrichtlinien des „Stiftung Homöopathiezertifikat“. Hierbei haben sich Heilpraktiker und Ärzte sich zusammen geschlossen, um eine unabhängige Institution zur Qualitätssicherung in der Klassischen Homöopathie zu etablieren.




2. Welche Art der Ausbildung bieten Sie an/haben Sie gemacht? Warum finden Sie diese oder eine andere Einteilung am Besten?

Die Ausbildung an der ABfH erfolgt nach dem 3-Stufen-Modell:

Stufe 1: Heilpraktiker Grundausbildung

Hier werden die Schüler gründlich in den schulmedizinischen Themen ausgebildet, um die amtsärztliche Prüfung zu absolvieren und die Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde zu erlangen.



Stufe 2: Therapie Fachausbildung für Heilpraktiker

Nach der Grundausbildung können sich die Schüler in einer/oder mehrere der großen Therapiemethoden spezialisieren:

Klassische Homöopathie, Akupunktur (TCM),Irisdiagnose



Stufe 3: Praxis und Supervision

In der Lehrpraxis Arche Medica werden Patienten unter Aufsicht von erfahrenen Dozenten behandelt. Somit erlangen die Schüler einen sicheren Umgang mit den Patienten.

Hier schließen sich auch Prüfungen zu den unterschiedlichen Zertifizierungen an.



3. Was sollte Ihrer Meinung nach die Motivation sein den Beruf des Heilpraktikers zu ergreifen?

Die Motivation in allen Heilberufen sollte immer sein, Kranke zu heilen und die Fähigkeit, sich selbst zurücknehmen zu können.

Dabei wird der Heilpraktiker Wege gehen, die von der Schulmedizin belächelt werden. Ein Heilpraktiker muss mit „Leib und Seele“ zu seiner Therapiemethode stehen und diese vertreten. Nur so wird er auch den therapeutischen Erfolg haben.


4. Was macht Ihrer Meinung nach einen guten Heilpraktiker aus?

Ein guter Heilpraktiker muss sehr empathisch sein, sich in seinen Patienten einfühlen können und sich selbst ganz zurück nehmen können. Nur so wird er erkennen, wo die Ursache des gesundheitlichen Problems liegt.

Auch sollte ein guter Heilpraktiker erkennen, wo seine Möglichkeiten und wo seine Grenzen liegen.



5. Wie versuchen Sie Ihre Schüler dazu zu machen? Was sind die Besonderheiten Ihrer Ausbildung und Ihres Personals? (nur für Ausbildungsinstitute)

Die Dozenten leben dies auch im Unterricht. Speziell in der Lehrpraxis vermitteln erfahrene Dozenten, wie auf Patienten eingegangen werden sollte. Wo die Grenzen der eigenen Möglichkeiten sind und wie man damit umgeht.



6. Wie sehen Sie die Zukunft der Zunft? Welche Entwicklungen in der Ausbildung, aber auch in medizinischer Hinsicht erachten Sie als wichtig.

Der Beruf des Heilpraktikers gehört zu den zukunfträchtigsten Berufen unserer Zeit. Das hängt mit einem veränderten Anspruch der Patienten an eine Heilbehandlung zusammen. Immer mehr Patienten schätzen am Heilpraktiker, dass er sich deutlich mehr Zeit nimmt und Erkrankungen nicht nur symptomatisch behandelt, sondern die Gesamtheit von Körper, Geist und Seele mit einbezieht und dabei keine Arzneien mit schweren Nebenwirkungen verwendet.
Um in der Praxis erfolgreich zu sein, sollte der Heilpraktiker neben fundierten schulmedizinischen Kenntnissen in alternativmediznischen Verfahren gründlich ausgebildet sein. Er sollte auch über ein unternehmerisches Verständnis verfügen, da er überwiegend Privatpatienten behandelt. Häufig sind die Heilpraktiker erfolgreich, die sich auf bestimmte Krankheitsbilder spezialisiert und sich in deren Behandlung einen Namen gemacht haben.



7. Mit welchen Kosten muss man für die Ausbildung rechnen? Gibt es Fördermöglichkeiten vom Staat?

Wir haben sehr individuelle Kursmöglichkeiten – von Schülern mit medizinischen Vorkenntnissen bis hin zu Quereinsteigern. Dann gibt es Tages- oder Wochenendkurse. Eine ausführliche Übersicht finden Sie unter:

http://www.abfh.de/kurstermine_ueberblick.html



8. Welche Voraussetzungen muss man erfüllen, um Heilpraktiker werden zu können?

Interesse an den medizinischen Grundlagen wie Anatomie, Physiologie und Pathologie. Darüber hinaus sollte ein großes Maß an Selbstdisziplin mitgebracht werden, denn vor dem Start in die eigene Heilpraxis steht die amtsärztliche Prüfung und diese erfordert ein kontinuierliches Lernen.

Menschlich sollte man ein kommunikatives und offenes Wesen haben und ein starkes Maß an Empathie vorweisen, denn als Heilpraktiker muss man sich in seine Patienten hinein fühlen können.



9. Welche Möglichkeiten bestehen nach Abschluss der Ausbildung, als Heilpraktiker zu arbeiten?

An erster Stelle steht die eigene Praxis. Mittlerweile suchen aber auch Hotels oder SPAs Heilpraktiker – jedoch häufig mit den Schwerpunkten Ernährungstherapie oder manuelle Therapien wie Fußreflexzonenmassage.



10. Wie sehen die Aussichten aus, als selbstständiger Heilpraktiker von seinem Einkommen leben zu können?

Das kommt auf sehr viele Faktoren an. Zum Einen liegt es an jedem selbst, wie weit er sich in seine Praxis einbringt und wie gut er ist. Denn die Mund-zu-Mund-Propaganda bringt in diesem Bereich mehr als Werbematerial wie Flyer oder Broschüren. Darüber hinaus muss man sich die Umgebung der Praxis anschauen: Gibt es weitere Heilpraktiker in unmittelbarer Nähe? Welche Therapiemethoden werden dort angeboten? Sind zu viele Heilpraktiker in einem Gebiet, kann dies schon auch dazu führen, dass die Praxis nicht richtig in Schwung kommt.



11. Hand aufs Herz, würden Sie den Beruf des Heilpraktikers wieder ergreifen?

Ja! Jeder Zeit!