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Die Zukunft der Heilpraktiker-Ausbildung

Interview Heilpraktikerausbildung
1. Bitte geben Sie uns eine Kurzvorstellung. Wer sind Sie? Wie heisst Ihre Ausbildungsstätte? (Die, die SIe betreiben oder die an der Sie gelernt haben)
Mein Name ist Beatrice Raue-Konietzny, ich habe 1984 die Überprüfung zur Niederlassung als Heilpraktikerin erworben.
Inzwischen habe ich eine "Ganzheitliche Beratungspraxis" und biete Beratung und Begleitung mit dem Einsatz folgender Therapien an:
Focusing, Autogenes Training, Reiki, Supporttraining, Heilhypnose, heilende Gespräche

2. Welche Art der Ausbildung bieten Sie an/haben Sie gemacht? Warum finden Sie diese oder eine andere Einteilung am Besten?
In den Jahren 1982 bis 1984 habe ich beim Münchner Heilpraktiker Kolleg die Ausbildung an Wochenende in Karlsruhe gemacht. Der Unterricht in Physiologie, Pathophysiologie und Anatomie war sehr gut, zusätzliche Fortbildungen während des Studiums und das Erlernen von Naturheilmethoden ergänzten die notwendige Sicherheit im Umgang mit Patienten. Weitere Ausbildungen NACH 1984 waren jedoch notwendig, um ein eigenes Profil meiner Praxis auszubilden.
Heute unterrichte ich neben Einzel- und Gruppensitzungen selbst und biete Fort- und Ausbildungen in Autogenem Training, Focusung und Supporttraining an. Ich habe inzwischen zwei Fach-Bücher veröffentlicht.

3. Was sollte Ihrer Meinung nach die Motivation sein den Beruf des Heilpraktikers zu ergreifen?
An erster Stelle sollte das Streben nach einer persönlichen beruflichen Erfüllung stehen. Dies umfasst nicht nur die sichere fachliche Ausübung von Naturheilmethoden und anderen Therapien, sondern auch das Erreichen eines sicheren finanziellen Ertrages und das respektvolle Ansehen in der Gesellschaft.

4. Was macht Ihrer Meinung nach einen guten Heilpraktiker aus?
Er begleitet und unterstützt den fortlaufenden Prozess während einer Erkrankung mit fachmännischen Anwendungen, die den Patienten mit einbeziehen. Offenheit und Aufrichtigkeit ist besonders wichtig für das Patienten-Therapeuten-Verhältnis. Das bedeutet eine persönliche Herzensbildung und die Fähigkeit zur einfühlsamen Kommunikation.

5. Wie versuchen Sie Ihre Schüler dazu zu machen? Was sind die Besonderheiten Ihrer Ausbildung und Ihres Personals? (nur für Ausbildungsinstitute)
Das Schlüsselwort hierzu ist: Zuhören und Verstehen! Es bedeutet, dass durch Nachfragen und Erklärungen ein gemeinsamer Prozess zustande kommt, der vom Therapeuten positiv beeinflusst werden soll. Der Therapeut, bzw. der Unterrichtende gibt seine Fachkenntnisse auf Augenhöhe mit dem Schüler an ihn oder sie ab,
Ich unterrichte in meinen Fortbildungen: Für sich selbst eine positive innere Haltung aufzubauen, sich von inneren Kritkern zu befreien und ein Gefühl zu entwickeln, wenn "ES (auch für den Patienten) STIMMT!"

6. Wie sehen Sie die Zukunft der Zunft? Welche Entwicklungen in der Ausbildung, aber auch in medizinischer Hinsicht erachten Sie als wichtig.
Ich sehe nicht sehr positiv in die Zukunft, wenn die Heilpraktikerschaft nicht endlich zusammensteht und sich gegenseitig unterstützt.
Hierfür könnte z.B. der Beruf des Fachheilpraktikers entwickelt werden, der für bestimmte Erkrankungen zuständig ist, angelehnt an die "Fachärzteschaft".
Als ganzheitlich ausgerichtete Therapeutin schlage ich allerdings vor, die Fächer wie folgt aufzuteilen: physische Erkrankungen, mentale Erkrankungen, energetische Erkrankungen und emotionale Erkrankungen.
Es sollte jedoch hervorgehoben werden, dass auch die "alten" naturheilkundlichen Therapien an die Patienten so weitergegeben werden können, dass diese transparent und kontrollierbar für die Patienten und deren Angehörige werden.
Die Heilpraktikerschaft darf sich nicht länger an die Ärzteschaft orientieren, vielmehr muss sie ein eigenes Image schaffen. Die Verbände haben diese Aufgabe zu erfüllen.
Die Politik, möglichst nichts in Bewegung zu setzen, hilft nichts, es muss ein eigenes Selbstbewusstsein, und vor allem auf Arbeitsbereiche geschaffen werden, z.B. das offene Gespräch über Gesundheitserhaltung! Wie wäre es mit einem "runden Tisch"?

7. Mit welchen Kosten muss man für die Ausbildung rechnen? Gibt es Fördermöglichkeiten vom Staat?
Meine Fortbildungen (es gibt keine staatliche Förderung) finden an sechs Wochenenden innerhalb eines Jahres statt. Es werden max. 5 TeilnehmerInnen angenommen, die jeweils für ein Wochenende 112,00 € bezahlen. Das Ausbildungsziel ist "Supporttrainer bzw. Supporttrainerin". Autogenes Training, wie ich es in meinem Buch beschreibe, kann ich 8 Wochenende erlernt werden. Eine Ausbildung zum Übungsleiter für Autogenes Training erfolgt in 5 Wochenenden.

8. Welche Voraussetzungen muss man erfüllen, um Heilpraktiker werden zu können?
Ein Heilpraktiker sollte eine ausgebildete Persönlichkeit besitzen, die Verantwortung und Zuständigkeit zu übernehmen bereit und in der Lage ist.
Der sichere Umgang mit Physiologie, Anatomie und Pathophysiologie, das Erkennen von ansteckenden Erkrankungen, das Wissen um die Erkrankungen, die Heilpraktiker nicht behandeln dürfen, der sichere Umgang mit den angewandten Therapien, die Bereitschaft zur Fortbildung. ..... ein eigenes Praxis-Image aufbauen!

9. Welche Möglichkeiten bestehen nach Abschluss der Ausbildung, als Heilpraktiker zu arbeiten?
In einer eigenen Praxis oder als Assistent in einer bestehenden Praxis. Gibt es Möglichkeiten, in einer Privatklinik mitzuarbeiten?
Ich arbeite in meiner Praxis erfolgreich über das Internet: "Beratung und Begeitung via Interne"t und "Autogenes Training über Skype"!


10. Wie sehen die Aussichten aus, als selbstständiger Heilpraktiker von seinem Einkommen leben zu können?
Meiner Meinung nach können nur wenige Kollegen von ihrem einkommen aus der Praxis ihren Lebensunterhalt bestreiten. eine Nebenbeschäftigung ist notwendig. Hier muss unbedingt mehr Klarheit und Aufrichtigkeit geschaffen werden.

11. Hand aufs Herz, würden Sie den Beruf des Heilpraktikers wieder ergreifen?
Auf jeden Fall. Ich bin allerdings finanziell unabhängig, da ich zunächst ein vollzeiteinkommen zusätzlich hatte und später nun Rentnerin bin! Aussedem ist meine Praxis im eigenen Haus und verursacht nur wenig zusätzliche Kosten.
Ich hoffe, sie konnten mit meinen Ausführungen etwas anfangen - und erkennen, dass mir die Zukunft unseres Berufsstandes sehr am Herzen liegt. Durch die Globalisierung gibt es so viele Chancen für unseren Beruf. Wir müssen uns nur von der Kultur der Ärzte und des Medizinbetriebes lösen!
Mit herzlichen Grüßen
Beatrice Raue-Konietzny
76344 Eggenstein-Leopoldshafen
http://www.beatriceraue.de
http://www.supporttraining.de
Tel. 07247 2390

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  6. http://www.heilpraktiker-leitfaden.info/artikel/id/227
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