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Claudia Petzinger, Heilpraktikerin und Inhaberin der HSW Heilpraktikerschule Wesel.

1. Bitte geben Sie uns eine Kurzvorstellung. Wer sind Sie? Wie heisst Ihre Ausbildungsstätte? (Die, die SIe betreiben oder die an der Sie gelernt haben)

Mein Name ist Claudia Petzinger, Heilpraktikerin und Inhaberin der HSW Heilpraktikerschule Wesel.


2. Welche Art der Ausbildung bieten Sie an/haben Sie gemacht? Warum finden Sie diese oder eine andere Einteilung am Besten?

Unsere Schwerpunkte liegen in folgenden Ausbildungen: Heilpraktiker, Heilpraktiker für Psychotherapie und Genuide Homöopathie. Abgerundet wird das Angebot aus verschiedenen Seminaren rund um die Naturheilkunde. Besonders beliebt sind unsere Kurse im Bereich Fussreflex, Ohrakupunktur und Dorn Breuß.


3. Was sollte Ihrer Meinung nach die Motivation sein den Beruf des Heilpraktikers zu ergreifen?

Das Interess, den Menschen in den Vordergrund zu stellen.


4. Was macht Ihrer Meinung nach einen guten Heilpraktiker aus?

Ein auf wenige, am besten auf ein Gebiet spezialisierten Therapeuten. Niemand kann alles, und das auch noch gut. Die Waage zwischen Schulmedizin und Naturheilkunde sollte praktiziert werden, ohne das eine oder das andere zu vernachlässigen.


5. Wie versuchen Sie Ihre Schüler dazu zu machen? Was sind die Besonderheiten Ihrer Ausbildung und Ihres Personals? (nur für Ausbildungsinstitute)

Wir vermitteln unseren Teilnehmern die Waage zwischen Schulmedizin und Naturheilkunde zum Nutzen der späteren Patienten. Der Unterricht erfolgt in kleinen Gruppen mit maximal 12 Teilnehmern, bei manuellen Techniken mit maximal 8 Teilnehmern. Die Dozenten haben alle Berufserfahrung und lehren im Rhythmus der Gruppe. Unser Erfolg ist die individuelle Betreuung bis zur Prüfung.


6. Wie sehen Sie die Zukunft der Zunft? Welche Entwicklungen in der Ausbildung, aber auch in medizinischer Hinsicht erachten Sie als wichtig.

Ich sehe die Zukunft sehr positiv, da es sehr gute Kollegen und Kolleginnen gibt. Es wäre wichtig für die Patienten das es mehr Möglichkeiten geben würde um die Schulmedizin und die Naturheilkunde besser und effektiver zu verknüpfen. Ich meine damit das der Schulmediziner und der Naturheilpraktiker enger miteinander arbeiten sollten, im Sinne des Patienten.


7. Mit welchen Kosten muss man für die Ausbildung rechnen? Gibt es Fördermöglichkeiten vom Staat?

Die Kosten der Ausbildung für Heilpraktiker beläuft sich zur Zeit auf 125,- Euro im Monat, die Ausbildung für Heilpraktiker für Psychotherapie auf 150,- Euro im Monat. Durch Fördermöglichkeiten zum Beispiel der Bildungsscheck NRW verringern sich die Kosten.


8. Welche Voraussetzungen muss man erfüllen, um Heilpraktiker werden zu können?

Mindestalter: 24 Jahre
Abgeschlossene Schulbildung
Ärztliches Attest über die Psychische und Physische Eignung
Polizeiliches Führungszeugnis
Bestehen der schriftlichen und mündlichen Prüfung


9. Welche Möglichkeiten bestehen nach Abschluss der Ausbildung, als Heilpraktiker zu arbeiten?

In der Regel geht der Heilpraktiker in die Selbstständigkeit, aber auch kooperationen in ärztlichen Praxen sind keine seltenheit mehr.


10. Wie sehen die Aussichten aus, als selbstständiger Heilpraktiker von seinem Einkommen leben zu können?

Gut - sehr gut, wenn der Heilpraktiker spezialisiert ist. Allgemeine Heilpraktiker mit 30 Therapieverfahren haben langfristig kaum eine Chance. In der Regel dauert es 3 - 5 Jahre bis man von seinem Einkommen leben kann.


11. Hand aufs Herz, würden Sie den Beruf des Heilpraktikers wieder ergreifen?

Ja! Ich habe den schönsten und spannendsten Beruf den ich mir vorstellen kann.