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Was ist Osteopathie

Was ist die Osteopathie

Osteopathie ist eine ganzheitliche manuelle Therapieform, die Fixationen und Funktionsstörungen im Körper behandelt. Sie ist eine noch verhältnismäßig junge Medizin in Deutschland.

Die Philosophie basiert auf drei Pfeilern:

Die Einheit des menschlichen Körpers
Die wechselseitige Beziehung zwischen Struktur und Funktion
Den selbstheilenden und selbstregulierenden Kräften im Körper

Das primäre Kennzeichen von Leben ist Bewegung. Da der Mensch eine Einheit darstellt, ist das Gleichgewicht zwischen den Systemen des Körpers für seine Funktion und Vitalität wichtig. Eine wichtige Grundvoraussetzung ist dabei die Beweglichkeit von z.B. Gelenken oder Organen. Die meisten von uns kennen nur die makroskopisch wahrgenommenen Gelenkbewegungen, es gibt jedoch auch feine rhythmische und unbewusste Bewegungen, z. B. Atmung, Herzschlag usw. So legen beispielsweise die Nieren am Tag eine Wegstrecke bis zu 600 Meter zurück.

Wird die Bewegungsmöglichkeit einzelner Körperstrukturen eingeschränkt beeinträchtigt das deren gesunde Funktion. Im Laufe der Zeit können sich so Spannungsketten im Körper bilden. Der Körper reagiert oftmals über einen langen Zeitraum mit Kompensationen. Verliert der Körper nun sein Gleichgewicht und seine Kompensationsmöglichkeiten, reagiert er mit Schmerzen und wird krank.

Osteopathische Techniken lösen diese Spannungen und Bewegungseinschränkungen. Das natürliche Gleichgewicht kann sich wieder einstellen. Schmerzen gehen zurück und der Körper kann sein neues Gleichgewicht und wieder Schmerzfreiheit erlangen. Weiterhin verhilft die Osteopathie dem Körper seine natürlichen Selbstheilungskräfte zu aktivieren.

Vergleichen wir einen gut funktionierenden Stoffwechsel mit einem Gebirgsbach: Er ist ständig in Bewegung und wird mit frischem Wasser gespeist. In diesem gesunden Milieu kann sich nichts stauen und sich somit kein Boden für Entstehungen von Krankheiten bilden. Im Gegensatz zu einem Tümpel mit primär stehendem Wasser. Für den menschlichen Körper übersetzt bedeutet dies genauso, dass ein gut funktionierender Austausch und Fluss eine Grundvoraussetzung für Gesundheit ist. Durch diverse Auslöser, wie z. B. Unfälle, Entzündungen, Narben, Verspannungen usw. kann diese Ökonomie im Körper aus dem Gleichgewicht gebracht werden. Meist führen mehrere Faktoren zur Überlastung. Dann reicht manchmal "der berühmte Tropfen" aus, der das Fass zum Überlaufen bringt. Der Körper entwickelt dann ein Symptom z. B. Schmerzen verschiedenster Art, Verdauungsprobleme, Tinnitus, Allergien, Haltungsfehler, Migräne usw.

Zu der Osteopathie gehört auch die:

Craniosakrale Therapie,
die Chiropraktik und
die viszerale Osteopathie.

Die Osteopathie ist eine bewährte Therapie bei:

Bewegungsapparat:
Akute und chronische Schmerzen der Gelenke und der Wirbelsäule, Schleudertrauma, Bandscheibenprolaps

Gynäkologie, Urologie:
Menstruationsbeschwerden, chronische Blasen – und Harnwegsinfektion

Hals-Nasen-Ohren-Bereich:
Chronische Nasen-Nebenhöhlenentzündung, Mittelohrentzündung

Kopf:
Kopfschmerzen, Migräne, Schwindel, Tinnitus

Neurologische Probleme:
Ischialgie, Neuralgie

Verdauungsapparat:
Völlegefühl, Sodbrennen, Verstopfungen

Operationsnachsorge:
Nachbehandlung nach Operationen, Unfällen, Verletzungen, Operationsnarben