Artikel erstellt von: http://www.heilpraktiker-leitfaden.info/heilpraktiker/view/699

Depression- Weitere Erkrankungsformen

Depression- Weitere Erkrankungsformen



Weitere depressive Erkrankungsformen:



Anhedonie ist eine Bezeichnung für Freud- und Lustlosigkeit.





Depression als Teil einer organischen Erkrankung wird als somatogene Depression bezeichnet.





Depression als Teil einer körperlich nicht begründbaren Erkrankung wird als endogene Depression diagnostiziert.





Depression als Teil einer psychoreaktiven Erkrankung wird als psychogene Depression benannt und wird ebenso als Sammelbezeichnung für reaktive Depressionen angeführt, wie z.B.:

- Entwurzelungsdepression

- Schwangerschaftsdepression

- Neurotische Depression

- Erschöpfungsdepression





Als reaktive Depression werden auch körperlich begründbare Depressionen, die infolge einer direkten oder indirekten Schädigung der Gehirnfunktion eintreten, bezeichnet. Sie werden in 2 Formen unterschieden:





Form 1:



nach Infekten, nach Operationen, hämodynamisch (Lehre von den physikalischen Grundlagen des Blutkreislaufes), toxisch, endokrin (biologische Krisenzeiten z.B. Pubertät, Schwangerschaft, Wochenbett, Klimakterium oder bei endokrinen Erkrankungen).





Form 2:



Durch altersbedingte Veränderungen, mit oder ohne Demenz, posttraumatische, bei Hirntumoren, bei geistiger Behinderung, bei Epilepsie, bei Meningitis (Hirnhautentzündung), oder bei Enzephalitis (Entzündung des Gehirns).





Depression bei der Angst und Unruhe im Vordergrund stehen welche einher gehen mit rastlosen Bewegungen, lautem Jammern, ständig Wiederholungen der gleichen Fragen und einem sich anklammern wird, als agitierte Depression bezeichnet.





Anaklitische Depression (anlehnen) ist eine Anlehnungsdepression bzw. ein Affektentzugssyndrom. Diese Säuglingsdepression führt infolge von elterlicher Trennung zu Weinerlichkeit, Schlaflosigkeit, Gewichtsverlust, Verzögerungen und Verlangsamung des Wachstums.





Die hypochondrische Depression ist schwer zu erkennen, da Klagen über körperliche Beschwerden das Bild bestimmen und das psychische Leiden nicht offensichtlich wird.



Benannt wird dies auch als lavierte Depression (Larve, Hülle) das die Unfähigkeit des Klienten darstellt seine depressive Verstimmung als solche zu beschreiben, stattdessen werden Beschwerden und körperliche Symptome mitgeteilt

.

Herz-, Kopf-, Rücken-, und Verdauungsbeschwerden, Schlaflosigkeit, gynäkologische Beschwerden, Störungen der Sexualfunktion. Diese Klienten sind häufig bei mehreren Ärzten und Behandlern in Behandlung.





Neurotische Depression oder depressive Neurose, ist eine Form der psychogenen Depression. Eine Neurose ist eine psychische Störung, die infolge eines frühkindlichen psychodynamischen Konfliktes entstanden ist und mit psychischen oder somatischen Symptomen einhergeht, bei denen ein ausgeprägtes depressives Syndrom im Vordergrund steht, welches sich mit auslösenden Ereignissen reaktivierte. Siehe hierzu reaktive Depression.





Die pharmakogene Depression wird durch das Einnehmen von bestimmten Medikamenten ausgelöst.





Die psychotische Depression stellt eine schwere Form der Depression dar, sie beinhaltet ausgeprägte depressive und psychotische Symptome (Psychose ist eine allgemeine Bezeichnung für eine psychische Störung mit strukturellem Wandel des Wahrnehmens und Erlebens) insbesondere Halluzinationen, Wahnideen, psychomotorische Störungen (Psychomotorik ist die Gesamtheit des durch psychische Vorgänge beeinflussten körperlichen-psychischen Ausdrucksverhaltens). Sie kann in einer manisch-depressiven Erkrankung enden.





Manie ist eine schwere Form von affektiven Psychosen, die aus dem Affekt heraus entstehen und eine Störung in der Wahrnehmung des Erlebens darstellen.



Manie ist ein Wortteil mit der Bedeutung: Wahnsinn, Sucht.



Sie ist eine schwere Form der affektiven Psychosen mit inadäquat gehobener (heiter od. gereizter) Stimmung, Antriebssteigerung, Steigerung der Wahrnehmungsintensität, Denkstörungen (Ideenflut, Assoziationsreichtum, Logorrhoe).



Störungen der vegetativen Funktionen:

- Blutdruckanstieg

- Tachykardie/ Herzrasen

- herabgesetztes od. gesteigertes Hungergefühl

- Schlafstörungen.

Hinzu kommt oftmals ein materielles Verschwendungsverhalten das einhergeht mit sozialen und beruflich eingeschränkter Leistungsfähigkeit.



Zusätzlich können noch Halluzinationen bzw. Wahnideen (Größenwahn) im Sinne einer psychotischen Manie hinzukommen, bei der häufig ein Autoritätskonflikt ausgelebt bzw. eine Depression abgewehrt wird.



Auffällig bei diesen Menschen ist, dass sie beim Erzählen vom Einzelnen ins Hunderttausendste kommen.





Lassen sich keine klaren Auslöser erkennen, spricht man von einer endogenen (im Körper selbst entstanden bzw. durch besondere Anlagen des Körpers hervorgegangen, nicht durch äußere Einflüsse entstanden) Depression.







Unipolare Depression und Bipolare affektive Störung

.

Bei der Unipolaren Depression handelt es sich um die häufigste depressive Erkrankung. Der Name "unipolar" (=einpolig) kommt daher, dass die Patienten nur depressive, aber keine manischen Phasen haben. Hauptsymptome sind das Morgentief, frühes Aufwachen, Schlafstörungen in der zweiten Nachthälfte und Niedergeschlagenheit.



Die bipolare affektive Störung ist gekennzeichnet durch depressive und manische Phasen, in der Zeit der Manie dominiert bei den Betroffenen ein übersteigertes Selbstverständnis, in dem die eigenen Fähigkeiten überschätzt werden. So können manische Patienten wochenlang die Nächte durcharbeiten ohne Müdigkeitserscheinungen wahrzunehmen.





In der Dysthymie sind die depressiven Symptome weniger ausgeprägt als bei der unipolaren Depression. Sie beginnen oft schon im Jugendalter und verlaufen chronisch, erstrecken sich über weite Lebensabschnitte und verlaufen nach einem bestimmten Zyklus oder nach bestimmten Begebenheiten, welche z.B. durch irgendwelche, reaktiven, Situationen ausgelöst wurden.




Bei der Zyklothymie, dem zweipoligen/bipolaren Gegenstück zur Dysthymie, kommt es zu leichten ausgeprägten manischen und depressiven Phasen.




Die Winterdepression ist saisonal von der Winterwitterung abhängig und tritt regelmäßig im Herbst oder Winter auf, im Frühjahr oder Frühsommer kommet sie nur selten oder tageweise vor. Diese Form der Depression kann bis zu sechs Monate andauern. Das typische Anzeichen ist die Energielosigkeit, die oftmals gepaart ist mit depressiver Verstimmung.





Die Neuro-Wissenschaftler vermuten, dass bei depressiven Menschen die Wirkung der chemischen Botenstoffe Serotonin und Noradrenalin zu wenig vorhanden sind. Diese sogenannten Neurotransmitter leiten die Nervensignale im Gehirn weiter.
Stress und Überforderung, jeglicher Art, aus akutem Anlass oder aus chronisch belastenden Lebensereignissen heraus, lassen nur die Bildung einer geringen Menge der o.g. Neurotransmitter zu.