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Depression-Symptomkomplex

Depression-Symptomkomplex



Depression ist ein Symptomkomplex, und beinhaltet folgende Kennzeichen:

a.) hoffnungslose, traurige Grundstimmung und verzagte Einstellung zum Leben


b.) eingeengtes Denken, bezogen auf einen bestimmten Problemkreis, diese Einengung des Denkens kann einen paranoiden Wahn (Eifersuchts-, Verfolgungs-, Kontroll-, Beziehungswahn z.B.) beinhalten





c.) psychomotorische Hemmung:

1.) apathisches gehemmt sein

oder

2.) agitiert/unruhig nervös, ängstliches getrieben sein



d.) 1.) lavierte, (versteckte Depression) die Betroffenen machen nach außen hin einen glücklichen Eindruck, innerlich jedoch sind sie mutlos und deprimiert.

2.) Es besteht eine Unfähigkeit des Betroffenen seine depressive

Verstimmung als solche zu beschreiben, stattdessen werden

körperliche Symptome und Beschwerden dargestellt, wie z.B.

Herz-, Kopf-, Rückenschmerzen, Verdauungs-

Beschwerden, Schlaflosigkeit, gynäkologische Beschwerden

und Störungen der Sexualfunktion. Häufig sind die

Betroffenen bei mehreren Ärzten in Behandlung.





Die Übergänge zwischen den oben aufgeführten diagnostischen Merkmalen sind fließend.





Merkmale

· Wut und Ärger werden gegen sich selbst gerichtet und in Schuldgefühle umgewandelt.

· Die „Schuld“ wird bei sich selbst gesucht, und der aggressive Pfeil der Selbstzerstörung richtet sich gegen die eigene Person.

· Die Angst äußert sich u.a. in sinnlosem Gedankenkreisen und quälender Unruhe, bis hin zur Selbstentwertung.

· Das Auftauchen von Existenzängsten, meistens zwischen 3 und 5 Uhr Nachts, raubt den Schlaf.

· Dadurch kann es zu morgendlicher Antriebslosigkeit mit gedrückter Stimmung und nagenden Selbstzweifeln kommen.

· Der Tag gestaltet sich mit Konzentrationsproblemen, Unentschlossenheit, gehemmtem Denken und Handeln.

· Das Vertrauen in sich selbst ist wie weggeblasen. Der Boden unter den Füssen wird nicht mehr wahrgenommen, die ganze Aufmerksamkeit ist mit Sorgen, Ängsten und Nöten beschäftigt und das Gedankenkarussell dreht sich unaufhörlich.

· Es kann auch zu einem wechselhaften Verhalten kommen, in dem eine getriebene Überaktivität die vorhandene Depression verdeckt und sich abwechselt mit Lethargie und Antriebslosigkeit.

· Durch das Zurückziehen von Freunden und Bekannten, nimmt der Kontakt zu den Mitmenschen ab und man fühlt einsam.

· Gleichzeitig erfolgt ein körperlicher Rückzug in der Form, dass man z.B. keinen Sport mehr treibt und sich in die Gedankenwelt zurückzieht.

· Begleit – oder Folgeerscheinungen einer Depression können entweder Appetitlosigkeit und Gewichtsabnahme sein oder konträr dazu kann es zu einem erhöhten Appetit kommen, in dem ein „Kummerspeck“ zulegt wird.

· Für sexuelles Lustempfinden ist kein Raum mehr vorhanden, da das schwarze Tuch der Trübseligkeit die Lust und Freude am körperlichen Erleben verhüllt.

· Die immer wiederkehrenden Gedanken über das „Unfassbare“, bis hin zu Selbstmordgedanken und Selbstmordversuch, sind weitere Zeichen der Verzweiflung und stellen Versuche dar, irgendwie mit dem Kummer zu Recht zu kommen.

· Die Krankheit ist für den Betroffenen, als auch für Angehörige und Freunde, schwer zu ertragen.




Bei depressiven Menschen findet man vermehrt Thrombozyten (diese Blutblättchen werden im Knochenmark gebildet und können durch Gerinnung verklumpen und einen Thrombus bilden) und einen geringeren Gerinnungsfaktor des Blutes.

Die verklumpten Blutblättchen können die koronaren, das Herz umfassende Blutgefässe, mit einem Thrombus verschließen, so dass es zu einem Herzinfarkt kommen kann.